Den Bio-Spargel vom Moritzberg haben wir schon sehnsüchtig erwartet. Erika Vogel hat mit Biobauern Helmut Maußner die Saison eröffnet: Die nächsten 3 Wochen gibt es deb Moritzberger Spargel feldfrisch gestochen in den Biomärkten Lauf, Hersbruck und Eckental.

„Warum schmeckt der Moritzberg-Spargel so gut?“

„Es beginnt bei der Bodenqualität. Hier am Moritzberg haben wir einen ganz besonderen Boden. Etwas schwerer, ein „Sandsteinverwitterungs-Boden“, erklärt uns Maussner. „Die wertvollen Mineralien nimmt der Spargel beim Wachsen auf, er bekommt etwas Farbe und einen viel ausdrucksstärkeren Geschmack. Unser Spargel hat Bio-Qualität und vor allem liegt unser Hof schön auf dem Land, was eine weitaus geringere Umwelt- und Bodenverschmutzung bedeutet.

Regionale Kreislaufwirtschaft ist Sicherheit

Dieser besondere Geschmack ist zugleich Ausdruck für etwas weitaus Größeres, das im Verborgenen wächst und unsere Lebensqualität hier in Franken langfristig sichern kann. Alle machen sich gerade Gedanken um die Energiewende, die industrielle Landwirtschaft und der konventionelle Lebensmittelhandel zeigen sich in Krisenzeiten als störanfällig. Der Kunde merkt das an Öl-, Salat- und Mehlmangel in den Supermärkten, der Bauer an Engpässen bei den Düngemitteln. Umso wichtiger ist es, dass die Betriebe der Region eigene, stabile Wirtschaftskreisläufe aufbauen. Biolandwirt Maußner ist Teil so eines Verbundes. Er baut insgesamt 15 verschiedene „Marktfrüchte“ an – Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen als „Futtermittel“ sowie 20 ha Kleegras das dazu noch der Bodenverbesserung dient. Damit ist er ein Glied der regionalen „Futter-und-Mist-Kooperation“, einem in sich geschlossenen Bio-Kreislauf, der Tierhaltung, Bodenbewirtschaftung und Energieerzeugung in einer „Bio-Biogas-Anlage“abdeckt. Und so weitgehend unabhängig von den Krisen der Weltwirtschaft stabil und regional läuft. Ein Zukunftsmodell

Delikat essen vom Acker

Mai ist Spargelzeit – und was kommt dann? Auch im Sommer gibt es bei Maußners kulinarisch interessante Spezialitäten wie Körnermais und natürlich die ganz besonderen „Bio-Farmerkartoffeln“ und „Bio-Gourmet-Kartoffeln“ die als Ofenkartoffeln im letzten Jahr im Hofladen und den Bioläden der absolute Renner waren.

Info: Biohof Maußner

2018 stellte Helmut Maußner seinen Bauernhof am Moritzbergweg in Weigenhofen auf Bio um und wurde Teil der biologischen Kreislaufwirtschaft der Region. Naturbegeisterte Familien kennen das Anwesen vielleicht über das Projekt „Raus“ – in dem seine Frau Marlen Maußner und die Kunstpädagogin Karin Bergdolt Natur- und Landart-Projekte für Kinder veranstalten.

Rezept-Tipp: „Spargel-Pfannkuchen auf Moritzberger Art “

Lieblingsrezept der Familie Maußner sind Spargel-Pfannkuchen. Schön herzhaft mit Schnittlauch. Und da es am Tisch sowohl Vegetarier wie auch Freunde der deftigen Küche gibt, werden die ausgelassenen Speckwürfel in einem separaten Pfännchen gebraten und dann auf Wunsch zu den Spargel-Pfannkuchen dazu serviert!

Zutaten:
(für 8 Pfannkuchen)

  • 500g Moritzberger Bio-Spargel
    · 250g Bio-Mehl:
    Mischung 1:1 Vollkorn- und „normales“ Mehl
    · 500 ml Milch oder Mineralwasser
    · 3 Eier
    · 1 Scheibe ca. geräuchertes „Bündle“
    · 1 Bund Schnittlauch
    · Zum Würzen: Salz, Zucker
    · Öl zum Ausbraten

Zubereitung:

  • Für den Pfannkuchenteig zunächst die Flüssigkeit in eine Rührschüssle geben, Mehl hineinsieben und mit einem Schneebesen einrühren
  • Eier und 1 Prise Salz dazugeben, unterrühren, ca. 15 Minuten quellen lassen.
  • Spargel schälen und in 1cm Stücke lange Stücke schneiden, diese beim Anbraten (sollten noch knackig sein) mit etwas Salz und Zucker würzen.
  • Schnittlauch hacken und vor dem Ausbacken in den Pfannkuchenteig geben
  • Pro Pfannkuchen 1 Schöpfkelle Teig in die Pfanne geben. Nach 1 Minute die Spargelstückchen auf die halbflüssige Oberseite geben. Wenden – und auch die Oberseite nochmal kurz anbraten.
  • Parallel den Speck in einem separaten Pfännchen herausbraten.
  • Mit oder ohne Speck und einigen Schnittlauchblüten servieren!

Guten Appetit!