Kann die Aroniabeere helfen, sich vor dem Corona Virus zu schützen? Vor kurzem wurde eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht, die Anlass zur Hoffnung gibt. Diese interessante Studie möchten wir Ihnen heute vorstellen: „Antiviral activity of plant juices and green tea against SARS-CoV-2 and influenza virus in vitro“1. Im Interview „Aronia-Beere tötet Viren“ erläutert Prof. Dr. Dr. Bernhard Uehleke die Details:


Impfungen liegen für die meisten Menschen in weiter Ferne. Was tun? AHA: Sich und andere mit maximaler Sorgfalt schützen selbstverständlich. Doch einigen engagierten Forschern im Institut für Molekulare Virologie den Universitätsklinikum Ulm war das nicht genug. Gerbstoffe gelten in der Naturheilkunde bekanntermaßen als antiviral. In ihrer Studie überprüften sie nun (in vitro) die Wirksamkeit an 4 bekannt gerbstoffreichen, jedem verfügbaren Lebensmitteln auf verschiedene Viren-Typen u.a. SARS-CoV-2: Aronia-Saft, Granatapfelsaft, Holundersaft und Grünem Tee. Und kommen zum Schluss:

Viren mit Aroniasaft „effizient inaktiviert“

Während sich „normale“ Influenza-A-Viren in der Studie als sehr anfällig für die Inaktivierung durch alle getesteten Substanzen zeigten (was schon an sich ein sehr interessanter Hinweis für den winterlichen „Grippe-Alltag“ ist) – reagierte das SARS-CoV-2 Virus zwar erheblich weniger empfindlich auf grünen Tee und Granatapfelsaft, wurde aber innerhalb von 5 Minuten sehr gut durch Aronia-Saft inaktiviert. Die Forscher sehen im Ergebnis der Studie „einen deutlichen Hinweis auf das Potenzial gängiger pflanzlicher Nahrungsmittel zur Prävention von Infektionen und Erkrankungen der Atemwege“.1

Aronia – ein Geheimtipp der russischen Volksheilkunde

Prof. Dr. Dr. med. Bernhard Uehleke, Professor für Phytopharmakologie äußert sich im Interview „Labor-Studie gibt Hoffnung“2beeindruckt vom Potenzial der Aronia in der Ulmer Studie und verweist auf Anwendungen, welche in der russischen Naturheilkunde bereits eine lange Tradition haben: Gurgeln und Schlucken.

  • Morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem zu Bett gehen je ein kleines Glas (20-30 ml) voll Aronia-Saft etwa eine Minute lang gleichmäßig über alle Schleimhäute in Mund- und Rachenraum verteilen (also eine vorsichtige Mischung aus spülen und gurgeln).
  • Durch das anschließende Schlucken (sicher eine gewöhnungsbedürftige, aber eben auch logische Fortführung), wird der Effekt bis in den Magen fortgesetzt. Wenn abgetötete Viren im Darm ankommen, könne zusätzlich das darmassozierte Immunsystem aktiv gegen die Erreger werden, so Uehleke.

Das komplette Interview finden Sie, neben einer umfassenden Sammlung aktueller wissenschaftlicher Studien zur Aronia, auf der Website des Vereins „Aroniabeere e.V.“, der sich in Deutschland für die Verbreitung der Aroniabeere einsetzt.

Worauf es bei der Qualität von Aroniasaft ankommt?

Schon ein Stamperl am Tag kann einen einen wertvollen Beitrag für Gesundheit und Immunabwehr leisten, erklärt auch Aronia-Erzeuger Jörg Holzmüller und berichtet von zahlreichen Dankesschreiben, die er in den letzten zehn Jahren erhalten hat. Dass angesichts von Corona nun Mediziner einer deutschen Universitätsklinik die antivirale Wirkung von Aroniasaft erforschen und dabei zu so vielversprechenden Ergebnissen kommen, überrascht ihn nicht.

Foto: J. Holzmüller

Aroniasaft ist definitiv kein „Softdrink“. Er schmeckt extrem herbfruchtig.Holzmüller, der Aronia original vor zehn Jahren bei Dresden gegründet hat, empfiehlt für den Einstieg darum den Aronia-Direkt-Saft 1:1 oder 1:2 mit Wasser zu verdünnen. Menschen, die das volle Potenzial der Aronia entfalten wollen, legen hingegen zusätzlich die getrockneten Beeren in Aronia-Saft ein, um die Wirkung zu verstärken.

Worauf es Holzmüller bei der Qualität von Aroniasaft besonders ankommt? „Direktsaft sollte es sein,“ so der Aronia-Experte. „Unsere Aroniabeeren werden deshalb in Demeter-Qualität angebaut, für einen maximalen Gehalt an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen sonnenreif von Hand geerntet und sofort frisch gepresst. Ein besonders schonendes Pressverfahren ermöglicht sorgt dafür, dass ein gewisser Anteil der polyphenolreichen Fruchthaut mit in den Saft eingeht.“

HINWEIS: Die zur Aronia bereitgestellten Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen nicht Arzt oder Therapeuten. Die vorgestellte in-vitro-Studie zur Anwendung von Aroniasaft auf Sars-CoV-2 und Grippeviren befindet sich derzeit im wissenschaftlichen Review. Die Informationen in diesem Beitrag werden nicht aktualisiert.

Quellen:

1Antivirale Aktivität von Pflanzensäften und grünem Tee gegen SARS-CoV-2 und Influenza-Virus in vitro“, Ulm 2020. Abgerufen am 15. Februar 2021

2 „Labor-Studie gibt Hoffnung“,  Aroniabeere.de. Abgerufen am 15. Februar 2021

Foto: Gabriele Bräutigam