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NEU: Glückliche Hühner vom Grünthaler Hof

Kaum ein Thema wird unter verantwortungsvollen Verbrauchern so heiß diskutiert, wie das Tierwohl. Und die Fleischqualität. Und doch – es gibt sie noch, die glücklichen Hühner. Sie leben Bio und regional im kleinen Familienbetrieb von Silke Kunert in Erkelsdorf.

“Grünthaler Hof” in Erkelsdorf – Familienbetrieb seit dem 15. Jahrhundert

Wie so häufig blüht das wahrhaft Gute still und unaufgeregt im Verborgenen. Es duftet nach frischem Stroh. Neugierig strecken einem rosige Schweine die Schnauzen entgegen, um einen zu beschnüffeln – sie sehen aus, wie frisch gebadet.

Silke Kunert übernahm den Grünthaler Hof von Ihrem Vater und stellte 2003 auf Bioland um. Der Milchviehbetrieb wurde aufgegeben, sie setzte zunächst auf Ackerbau. Schnell stellte sie fest, „dass man für den natürlichen Kreislauf auf dem Hof Tiere braucht“. Der Hofgröße angemessen, entschied sie sich mit ihrem Mann Stefan für eine Handvoll Schweine  und die „Fleischhähnchen“.

Familiär geht es zu am Rand des kleinen Dorfes. Die zweifache Mutter kümmert sich um Familie und Tiere, die alle kerngesund in verschiedenen Ecken der Hofgebäude herumwuseln. Hinter der einen Stalltür kuscheln die Küken im wohnzimmerwarmen Stroh. Eine Tür weiter die „jungen Wilden“. Junghühner brauchen viel Platz zum Spielen und bei schönem Wetter Auslauf auf die Wiese. Die ausgewachsenen Hühner und Hähnchen – „Masthühner“ werden bei Kunerts als Geschwisterhühner aufgezogen – genießen ihre Freiheit im mobilen Stall auf der Wiese vor dem herrlichen Panorama der Kuppenalb.

Das Futter bauen sie zu 70% selbst an: Weizen, Hafer, Gerste (für die Schweine), Erbsen. Jede Woche wird den Tieren ihr „Bio-Müsli“ frisch geschrotet, auch das Stroh kommt aus dem eigenen Betrieb.

Großartig: Brathähnchen bis zu 2 Kilo

Bei Kunerts Hähnchen handelt es sich um eine spezielle Bio-Rasse, die besonders „gute Futterverwerter sind“, so die Bio-Bäuerin. Das macht ökologisch natürlich Sinn, denn Futter ist Energie, die auf dem Feld erzeugt wird.

Sie erklärt auch den Unterschied zwischen Supermarkthähnchen, Biogeflügel und ihrer ganz persönlichen Ansicht zur Bio-Hühnerhaltung: „Konventionelle Hähnchen werden nach 28 Tagen geschlachtet, Bioland-Hähnchen nach 70 Tagen. Bei mir werden die Hähnchen 12 Wochen.“ Warum? „So ein 1200g-Gockel ist doch eine Verschwendung an der Natur. Haut und Knochen!“ In diesen letzten Wochen bildet sich das Muskelfleisch erst richtig aus – europaweit gilt das als Qualitätsmerkmal. Brathähnchen haben bei Kunerts zwischen 1400g und 2000g. Auch die eigene Schlachtung auf dem Hof, ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Biolandhofs Kunert. Den Transportstress hält Silke für die Tiere unzumutbar. Und dass Stresshormone die Fleischqualität beeinflussen, weiss man schon lange.

Gut für Tier, Mensch und die fränkische Kulturlandschaft

Nun fragt man sich da: Wenn das alles so familiär und schön ist – und gerade diese kleinen Mischbetriebe mit Ackerbau, Tieren und Streuobst so essentiell zur Erhaltung unserer fränkischen Kulturlandschaft – warum machen das nicht mehr?

Vermutlich weil dieses einzigartige Qualität viel Arbeit macht, Zuwendung braucht und es leichtere und effektivere Arten gibt, sein Geld zu verdienen. Wer jedoch gern etwas „gescheid Guats auf’n Teller mag“, der wird bei Silke Kunert sein Glück finden.

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Fotos: Gabriele Leonie Bräutigam

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